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Fortsetzung Rundgang
Dem Leben Raum geben
WAG, Wohn- und Arbeitsgemeinschaft „Sünneli“

In unserer familiären Wohn- und Arbeitsgemeinschaft können sozial benachteiligte oder behinderte Menschen ihren Platz einnehmen und ihre Fähigkeiten entwickeln und entfalten. Sie sollen in einer Atmosphäre der Geborgenheit und des Akzeptiertseins auf ihrem individuellen Weg zu selbstbewussten Menschen unterstützt werden. Sie sind im Team des Sunnehus integriert und werden im beruflichen und bei Bedarf im privaten Alltag begleitet.

Aus dem Leitbild

  • Wir – das Sunnehus und die integrierte WAG Sünneli – sind getragen durch die gemeinnützige Stiftung Sunnehus mit Sitz in Wildhaus (SG).
  • Wir leben als eine Gemeinschaft von MitarbeiterInnen, die sich als Mitlernende im therapeutischen Dienst erfahren und sich in verantwortungsvoller Solidarität für die Entwicklung und Entfaltung der individuellen Persönlichkeit des sich ihr anvertrauenden Menschen einsetzen.
  • Unsere Einstellungen, Vorstellungen, Meinungen führen uns zu alltäglichen Erfahrungen, die unsere  Entwicklung beeinflussen.
  • Durch diese Erfahrungen können wir Ehrfurcht, Achtung und Würde uns selbst, dem Mitmenschen und der Welt gegenüber lernen.
  • Aus dieser Grundhaltung ergibt sich selbstverständlich die Wahrung der Privatsphäre und die Sorgfaltspflicht in allen Bereichen der Betreuung.
  • Die Realität des ganzen Menschen (Geist, Seele, Körper) bewirkt in uns ein erweitertes Lebens-, Krankheits- und Selbstverständnis, welches wir versuchen zu erkennen, zu verstehen und ganz praktisch im Alltag zu leben.
Der Lebensraum Sunnehus / Sünneli

Das Leistungsangebot der WAG

  • Betreutes Wohnen mit bis zu 10 erwachsenen Menschen.
  • Psychosoziale, pädagogische, medizinische, psychiatrische und therapeutische Betreuung und Begleitung, sowie fachspezifische Begleitung in verschiedenen Arbeitsbereichen: Hauswirtschaft, Wäscherei, Küche und Garten.
  • Strukturgebendes Beschäftigungsangebot innerhalb der oben genannten Arbeitsbereichen des Kur- und Bildungszentrum Sunnehus.
  • Vielfältige Freizeitgestaltung.

Wen sprechen wir an?

  • Menschen mit einer Behinderung oder psychosozialen Schwierigkeiten, welche für einen längeren Lebensabschnitt ein „Zuhause“ in einem geschützten Rahmen suchen
  • Menschen mit einer Behinderung oder psychosozialen Schwierigkeiten, welche zu uns zur Reintegration und Stabilisierung des psychischen Befindens für einen definierten zeitlich begrenzen Aufenthalt kommen

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein?

  • das Bedürfnis und die Bereitschaft, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren und entsprechend den individuellen Möglichkeiten einen Teil dazu beitragen zu wollen
  • geregelte Finanzierung des Aufenthaltes
  • Selbständigkeit bezüglich Körperpflege und Zimmerpflege

Welches sind Kriterien für einen Ausschluss?

  • akute Suchtproblematik
  • Pflegebedürftigkeit
  • Fremd- oder Selbstgefährdung

    Ablauf und Entwicklungsziele

    In der unmittelbaren Alltagserfahrung möchten wir ermöglichen, dass sich die neu ankommenden BewohnerInnen in der von uns gelebten Kultur und Struktur des Sunnehus recht bald angenommen und geborgen, das heisst, zu Hause erleben können.
    Gemeinsam versuchen wir zu erkennen,  was die nächsten hilfreichen Schritte im Alltag in unserer Gemeinschaft sein können. Hierbei unterstützen und ermutigen wir zur Selbstwahrnehmung der individuellen Bedürfnisse und zur Selbständigkeit, sowie zum sich Öffnen für den Mitmenschen.
    Im gemeinsamen Konflikt versuchen wir im Dialog der Ursache auf den Grund zu kommen und zu erhorchen, worum es wirklich geht und was uns dies aufzeigen möchte, dies im Bewusstsein, dass wir alle Lernende sind.

    Je nach dem Hintergrund des Aufenthaltes in der WAG erarbeiten wir einen individuellen Plan, der es ermöglicht, die Talente und Begabungen des/der BewohnerInnen zu wecken und zu üben. Dies soll zu einem wirklichkeitsnäheren Selbstverständnis führen und auch dazu, sich selbst und die inneren, tieferen Bedürfnisse mehr wahrzunehmen und zu beachten.
    Wenn es möglich wird, wird das Wahrnehmen und Beachten des Anderen konkreter geübt und versucht, mit dem eigenen Befinden in Einklang zu bringen.
    Wenn es hilfreich ist und als sinnvoll erkannt wird, führen wir miteinander ein Journal, in dem die einzelnen Planungsschritte notiert und später dann überprüft werden.

    Aus den Erfahrungen im täglichen Zusammenleben können sich zukunftsweisende Gedanken entwickeln, die auf ein Leben ausserhalb der WAG hingerichtet sind. Hierbei sind wir in Verbindung mit den, zuweisenden Trägern, den relevanten sozialen Institutionen und möglichen Arbeitgebern oder Familien.
    Bei einem zeitlich unbegrenzten Aufenthalt wird immer wieder geprüft, wie sich der Erfahrungskreis realistisch erweitern lässt. Hier sind die langjährigen Beziehungen zu anderen Institutionen sehr hilfreich.

    Die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach dem dem voraussichtlichen Betreuungsbedarf der einzelnen BewohnerInnen und wird vertraglich festgehalten. Sie wird in regelmässigen Abständen an den Standortgesprächen mit den BewohnerInnen und den weiteren Bezugspersonen überprüft und der Entwicklung (gesundheitlich und persönlich) angepasst.

    Informationen für Interessierte an der WAG